Eröffnung der Dependance in der Alexa Shopping Mall am Alexanderplatz – Opening of the branch in the Alexa Shopping Mall at Alexanderplatz

Am Samstag, den 19.6.2021, eröffnete Kinomuseum Berlin seine Vereinsausstellung im Alexa Shopping Center am Alexanderplatz.

Unter dem Motto „Kostenloses Kino zum Anfassen und Mitspielen für jung und alt – von der Filmrolle zum Filmplakat“ laufen im Alexa-store im zweiten Obergeschoss Klein-Events mit monatlich wechselnden Filmplakat-Ausstellungen und Filmszenen-Fotos, mit täglichem Wirbel um Filmrollen (8 mm, 16 mm, 35 mm, 70mm – demonstriert auf echten Kino- und kleinen Kofferprojektoren).

„Vom Schul- und Unterrichtsfilm der Großeltern bis zum Monumentalfilm“ kann somit die Kinogeschichte anhand der Originalmaterialien in ihrer Einzigartigkeit ertastet und einleuchtend erklärt werden.

Das Angebot startet dann mit der bis dato umfangreichsten „Fotogalerie zu Filmtheater-Gebäuden an Berliner Schauplätzen seit 1895“ und mit „ausgewählten Filmplakaten und Filmszenenfotos -Eröffnungsthema: Berlin-Filme in Filmpostern aus allen Epochen“.

Auf durchleuchteten Wall Charts illuminiert Kinomuseum Berlin exotische Filmschnipsel wie in einer Briefmarkenkollektion: bekannte oder exotische Bild- und Tonformate des Rollfilms (von seiner Entstehung in der Kamera, seiner aufwendigen Bearbeitung in Filmkopierwerken bis hin zur Auslieferung in den Kinos inklusive derer Programme und Versionsgeschichten) werden auf diese Weise lebendig moderiert.

Ab dem Zeitpunkt der Eröffnung folgende Programmpunkte:

Der Workshop von Kinomuseum Berlin „Wie führt man einen Film vor?“, findet montags um 15 Uhr statt und der Workshop „Cinema History – Kinogeschichte“ samstags um 13 Uhr.

Weitere allround-Informationen, Ausstellungen und Filmeinlagen von Montag bis Samstag stets von 12 Uhr bis 20 Uhr im betreuten Kinomuseums-store.

Zur Eröffnung an Cinemascope Film in 16mm und 70mm-Rummelplatzfilme.

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On Saturday, June 19 – 2021, Cinema Museum Berlin e. V. opened its presence public in the Alexa Shopping Mall at Alexanderplatz in Berlin.

Under the motto „Free entrance cinema to touch and play along with for young and old – from film reel to film poster“, small events with monthly changing film poster exhibitions and film scene photos will run in the Alexa-store on the second floor, with a daily fuss about film reels (8 mm, 16 mm, 35 mm, 70mm – demonstrated on real cinema and small suitcase projectors). „From the school and educational film of the grandparents to the monumental film“, the history of cinema can thus be explored in its uniqueness and explained in an insightful way using the original materials.

The offer will start with the most comprehensive „Photo Gallery of Film Theatre Buildings at Berlin Locations since 1895“ to date and with „Selected Film Posters and Film Scene Photos – Opening Theme: Berlin Films in Film Posters from all Eras“.

On illuminated wall charts, Kinomuseum Berlin illuminates exotic film snippets as if in a stamp collection: well-known or exotic image and sound formats of reel film (from its creation in the camera, its elaborate processing in film copying plants to its delivery in cinemas, including their programmes and version histories) are vividly presented in this way.

The coming Kinomuseum Berlin workshop „How do I become a cinema projectionist?“, „In which Berlin cinema did my favourite films first run?“ takes place on Monday at 3 pm and the workshop „How do I restore a film machine?“ on Saturdays at 1 pm. More all-round information, exhibitions and film interludes from Monday to Saturday always from 12 noon to 8pm in the supervised cinema museum store.

A rollercoaster 70mm Todd AO screening was realised for the opening as well as 16mm films.

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After the lockdowns: New activities have begun in autumn 2020

Ab dem 22. März 2020 bis zum Herbst pausierten aufgrund der Verordnungen zur Eindämmung des Corona-Virus Treffen, Vereins – oder Gebäudebesuche.
Rege Kommunikation, Kontakt und Zusammenkunft fand seither uneingeschränkt telefonisch, brieflich oder per Internet vom jeweiligen Homeoffice statt.

Die neuen Aktivitäten haben nunmehr begonnen.

Wir sind gehalten allen beim Betreten der Straße den Mindestabstand von 2 Metern zu empfehlen, eine Atemschutzmaske zu tragen und so oft als möglich die Hände mit Seife zu waschen sowie die Teilnahme an Gesundheitstests wahrzunehmen.

Wir freuen uns auf die aktuelle Wiederaufnahme des Kulturlebens nach Abklingen der Pandemie, Aufhebung der Vorschriften und haben für unsere Besucher bereits einige Projekte vorbereitet.

Kinomuseum Berlin e. V.

We recommend everyone to keep a minimum distance of 2 meters when entering the street, to wear a breathing mask and to wash their hands with soap as often as possible as well as to participate in health tests.

We look forward to a resumption of cultural life after the pandemic has abated and the regulations have been lifted and are currently preparing the new projects.

Kinomuseum Berlin e. V.

Berliner Kinos – das Archiv

Unsere Fotosammlung umfaßt ein langjährige massenhafte Archivierung aller erdenklichen Filmtheaterfotos. Wenn auch Sie einen Beitrag leisten möchten, Ihre Fotos auffrischen oder gegen andere tauschen möchten, freuen wir uns über Kontaktaufnahme oder einen Besuch! Auch Anekdoten oder Programm-Sammlungen gehören dazu – orale, schriftliche und fotogene Überlieferung sind herzlich willkommen. Wir restaurieren vergilbte, unvollständige Vorlagen – siehe oben -, recherchieren aber auch mit Akribie und Leidenschaft unbekannte Quellen.

Our photo collection includes a long-term mass archiving of all imaginable film theater photos worldwide. If you would also like to make a contribution, refresh your photos or exchange them for others, we look forward to hearing from you! Also anecdotes or program collections belong to it – oral, written and photogenic tradition are welcome.

Fortlaufende 70 mm-Wide Film-Festivals: Centrum Panorama Varnsdorf seit 2015

Liebe Freunde des analogen Filmbandoriginals,

unser nunmehr fünftes „70mm Weekend“ vom 9.5.-12.5.2019 in Zusammenarbeit mit dem Kino Centrum Panorama Varnsdorf, Tschechien (  http://www.centrumpanorama.cz/cz/70mm-weekend-varnsdorf-2019.html  ), bringt wieder rare Archivgüter auf die Leinwand: teils gealtert, teils in unvergleichlicher Brillanz. Einführungsvorträge und Analysen zur Filmrestaurierung begleiten das Festival. Kinomuseum Berlin e.V. übernimmt hierfür ganzjährig Filmpflege und Filmkopien-Lagerungen in seinem Vereinshaus – wir freuen uns über einen Besuch (und auch eine Spende für die Vereinsarbeit sichert unser Unterfangen).

– wer als Mitglied von Kinomuseumn Berlin e. V. zum „70mm-Weekend“ (Centrum Panorama Varnsdorf) kommt, erhält einen ermässigten Eintritt

– Fragen, Kritik und Anregungen?

Dear friends of the analogue cinema heritage,

our now fifth „70mm Weekend“ from 9.5.-12.5.2019 in cooperation with the great cinema Centrum Panorama Varnsdorf, Czech Republic (  http://www.centrumpanorama.cz/cz/70mm-weekend-varnsdorf-2019.html  ) presents rare archive prints back to the screen: partly aged, partly in incomparable brilliance. Introductory lectures and analyses on film restoration will accompany the festival. The Kinomuseum Berlin takes care of film care and film print storage all year round – we are looking forward to your visit (and a donation for the association’s work also secures our undertaking).

– Questions, criticism and suggestions?

Aufrüstung eines variablen Bildwerferraums

Im Januar 2014 begann der Aufbau und Anschluß einer 35 mm-Kinomaschine FP30-E. Die Ergebnisse zeigten hervorragenden Bildstand und vorzügliche Ausleuchtung der Serie, der Projektor ist aber nur bedingt geeignet für Archivfilmkopien. Auch sein elektronisches Schrittgetriebe ist unkalkulierbar im Alltagsbetrieb mit verschiedenen Filmmaterialien und Emulsionen (nicht verlässlicher Bildstand).

Im nächsten Schritt wurden weltweit bewährte Philips DP70-Projektoren (unsere waren einst im Einsatz im TABOR-Kino in Wien) montiert: über die Jahre waren sie im LEO KINO in Innsbruck zwischengelagert und gerettet worden). DP70 ist der erste Breitfilmprojektor der Nachkriegszeit, kombiniert für 70 mm- und 35 mm-Format, der 1962 außerdem mit dem Technischen Oscar der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) ausgezeichnet wurde und seither in den größten Roadshow-Kinos seinen Stammplatz fand.

Hinzu gesellte sich der Erwerb eines 16 mm-Bildwerfers Bauer Selecton II-0, der einstmals in der Kongresshalle in Tiergarten („Schwangere Auster“) im Einsatz gewesen war.

Nach zweijähriger Intermission wurde das Projekt 2017 wieder aufgenommen: Im Simultanbetrieb (und für A/B-Vergleiche) sind weiters Aufbauten von Philips DP75-, Bauer U2- so wie Bauer U4-Kombimaschinen für 35 mm- und 70 mm-Film in Arbeit so wie eine Filmtelleranlage für 35 mm- und 70 mm-Film Kinoton ST270, welche von 1976 bis 2004 ihren Dienst im Royal Palast im Europacenter in Berlin verrichtete (für „Krieg der Sterne“, „2001: Odyssee im Weltraum“, „Blade Runner“, „Alien“, „I.D. 4“ oder „Caligula“).

Geplant sind tonliche Erweiterungen nach dem DSP-System und zusätzliche Rauschunterdrückungs-Module aus der Studiotechnik.

Kinematographie ausprobieren

AUFRUF

Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Unsere Vorhaben: Montagen teils rarer Projektionstechnik von 16mm über 35mm bis hin zum Higlight von Kinomuseum Berlin e.V., dem 70mm-Filmarchiv; sie bedürfen der Fertigstellung.

Treffen: Jeden Samstag ein zwangloses Kennenlernen mit Projektpräsentation, Treffen um 13.00 Uhr. Persönliche Voranmeldung per E-Mail erbeten.

Diese Vorhaben befinden sich sowohl im aktuellen Ausbau als auch in manueller Sonderanfertigung:

– Kühlkammer für bedrohte und sich rasch zersetzende Filmmaterialien
– Wall Charts „aller“ Filmformate und Filmstreifen seit 1892 bis heute (Motto: von Skladanowsky bis Imax)
– Orale Überlieferungen zum Filmerbe aufzeichnen: zu Filmtheatern, filmtechnischen Betrieben und zur Historiographie der Filmformate (begleitende filmwissenschaftliche Recherchen und Dokumentationen)
– Grosse Ausstellung zur Filmtheaterarchitektur international ab Januar 2020 geplant (Kinomuseum Berlin verfügt über die umfangreichste Sammlung an Fotos zu Berliner Kinos) in Fortsetzung der kleinen Ausstellung in der Astor Filmlounge von 2009 – 2013
– Fertigstellung der Universal-Kinoprojektoren Philips DP75 und Bauer U2 für 35mm und 70mm-Film
– Inbetriebnahme historischer Videogrossbildwerfer vom Typ Eidophor als Beitrag zur Technikgeschichte des Fernsehens

Musealer Auftrag:

– Wir sammeln und sichern! Wer in Familie und Freundeskreis verfügt über historische Fotos zu Berliner Filmtheatern und möchte die Archive vervollständigen?
– Wer haette Lust seine technischen und handwerklichen Bedürfnisse (Beleuchter, Soundtechniker, Filmtechniker, Klimatechniker) im Kinomuseum Berlin ohne Verpflichtung auszuprobieren? Oder seine Sammlungen zu thematisieren?
– An Menschen mit skills im Projekt- und Kulturmanagement: wer möchte ein Projekt „projektieren“ oder begleiten: bspw. zum Erhalt des analogen Filmerbes?
– Wer möchte seine Ausrüstung zur digitalen DCI-Projektion auf unserer 18 Meter breiten Panorama-Bildwand ausprobieren?

Ein Kinomuseum zum Anfassen!
Kontakt: info@kinomuseum-berlin.de

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CALL

Welcome to our website! We are looking forward to every visit!

Our projects: Montages of partly rare projection technology from 16mm, over 35mm up to the highlight of Kinomuseum Berlin e.V., the 70mm film archive, need the completion.

Meeting: Every Saturday there is a casual getting to know with free guidance, meeting at 13.00 o’clock at the roll gate at the Normannenstrasse / corner Ruschestrasse in Berlin-Lichtenberg (see building photo).

The following projects are currently under construction as well as being custom-made:

– A cooling chamber for threatened and rapidly decomposing film materials
– Wall Charts of „all“ film formats and filmstrips since 1892 until today (from Skladanowsky to Imax)
– record oral traditions on film heritage: on film theatres, on film companies and on the historiography of film formats (accompanying film research and documentation)
– Large exhibition on international film theatre architecture planned for January 2020 (Kinomuseum Berlin has the most comprehensive collection of photos on Berlin cinemas) in continuation of the small exhibition in the Astor Film Lounge 2009-2013
– Completion of universal cinema projectors Philips DP75 and Bauer U2 for 35mm and 70mm film
– Commissioning of historical Eidophor video projectors as a contribution to the history of television technology

Museum’s questions:

– We collect and secure! Who in family and circle of friends has historical photos of Berlin film theatres and would like to complete the archives?
– Who wants to try out their technical and technical needs (lighting, sound, film, air conditioning) at the Kinomuseum Berlin? Or thematize his collections?
– To people with skills in project and cultural management: who wants to „project“ or accompany a project: to preserve the analogue film heritage?
– Who would like to try out their equipment for digital DCI projection on our 18 metres-wide panorama screen?

A cinema museum to touch!
Contact: info@kinomuseum-berlin.de

Auftrag

Anfassen erlaubt, mitmachen erwünscht!

„Wenn der Projektor rattert und die Sehmaschie zum Leben erwacht, dann kann Kintopp vom Feinsten entstehen“ schwärmt Jean-Pierre Gutzeit, Historiker und Begründer des Kinomuseums Berlin.

Das analoge Kino in seiner ursprünglichen Form gehört zu einer gerade untergegangenen Epoche – die traditionelle Filmbandproduktion ist eingestellt, mechanische Projektoren werden nicht mehr (kaum noch?) hergestellt.

Das Kinomuseum Berlin hat sich zur Aufgabe gemacht, die Kulturgeschichte des analogen Kinos sicht- und erlebbar zu machen – es bietet Kino zum Anfassen, Mitmachen und Schauen.

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Anamorphotisches

Welche etymologische Funktion, das wäre im Sinne dieser Begriffsbildung zu erkunden, könnte dem neuzeitlichen und in Akademikerkreisen verwendeten Kurzbegriff >Scope< für die Zuordnung eines Filmformats zugewiesen werden? Man versucht sich am „Ei des Kolumbus“ und gelangt zu folgendem Versuch:

1) >Scope<-Film bezeichnet einen zunächst nicht näher eingrenzten, aber prinzipiell >anamorphotischen< Prozeß während der Produktionskette bis hin zum Konsumenten.

2) >Scope< als Wortstamm alleinstehend setzt innerhalb eines bestimmten Interessentenkreises (z.B. der Filmvorführer-Gemeinschaft) ohne weitere Hinzufügung voraus: es handelt sich stets um eine >Scope<-Vorführung, nicht unbedingt aber eine >Scope<-Aufnahme (wie etwa dieser Terminus unter Kameraleuten nächstliegend zu verstehen wäre).

3) Terminologisch sekundär ist unter dem Aspekt der Filmwiedergabe, ob der Film entweder >anamorphotisch< aufgenommen ist oder sphärisch. Ein Beispiel: >Scope< umfaßt z.B auch die >sphärische< <SuperScope>– oder <Techniscope>-Aufnahme und letzlich auch <Super 35>.

4a) >Scope< kennzeichnet etwas >Anamorphotisches<. Sprechen wir von der Filmproduktion oder einem Drehbericht, so bezieht es sich auf einen anamorphotischen Dreh, also auf das in der Bildgeometrie gepreßte Negativ.

4b) >Scope< meint auch andersherum etwas >Anamorphotisches<. Sprechen wir von der Kopie, so kennzeichnet es das Positiv im Kopierwerk oder Vorführraum, es ist die gepreßte Bildgeometrie auf dem Positiv gemeint.

5) >Scope< als ästhetischer Begriff beschreibt jedoch auch breit im generellen, weltläufigen Verständnis: es umfaßt mitunter einen Weitwinkel, einen breitgefächerten Blick, eine Breitwandvorführung wie 3-Streifen >Cinerama< oder 1-Streifen 70 mm, oder im weiteren einen 16 : 9-Fernseher, eine Industriezeitung, eine Software oder ein Periscope (a. ein Vibrator, b. ein Sehrohr auf Unterwasserbooten), ein Mikroskop, Mutoskop, Oszilloscope u.a. Geräte, >Scope< benennt auch (im Charakter des fish-eyes) kreierte Architekturanimationen, aber auch eine Management-Expertise, eine Evaluationspraxis im Marketing von pharmazeutischen Produkten u.v.m.

Aufgrund der vermeintlichen Eindeutigkeit des Kürzels >Scope< soll hier der Vorschlag erreicht werden, eine schärfere Begriffstrennung herbeizuführen und die >anamorphotischen< Prozesse von den >sphärischen< zu scheiden, indem der seit Einführung des >Scope<-Verfahrens verbreitete Wortstamm >Scope< identische oder ähnliche Prozesse subsumiert, aber nicht kenntlich macht. Indem das gemeinhin geläufige >Scope< in dieser Abhandlung durch die Reduplikation in >Scope< ersetzt wird, hoffe ich einen Oberbegriff gefunden zu haben, der kenntlicher macht, d.h. erahnbar werden läßt, daß mit „Scope“ zwar eine Überbreite und >anamorphotische< Wirkungssweise gemeint ist, daß aber gleichzeitig immer nachzuprüfen bleibt, wo konkret diese Anamorphose einsetzt und folglich visuell verschiedene Bildcharaktere gerieren kann.